Funktionsanalyse mit Zebris

Die elektronische oder instrumentelle Funktionsanalyse ist ein zentraler Bestandteil, um eine Erkrankung des Kiefergelenks (CMD) erkennen und wirksam behandeln zu können. Wichtig ist die Vermessung jedoch nicht nur, wenn bereits Probleme bzw. Schmerzen bestehen, sondern auch prophylaktisch vor der Anfertigung von Zahnersatz. Kennt man die genaue Anatomie des Kiefers mit seinen Bewegungsmustern, lassen sich Zahnkronen und –brücken passgenau und funktionsgerecht herstellen. Etwa zwei von drei Menschen leiden unter Funktionsstörungen im Kausystem, die vielfach durch nicht funktionsgerechten Zahnersatz ausgelöst werden. Eine exakte Vermessung im Vorfeld beugt möglichen gesundheitlichen Folgeschäden vor und stellt sicher, dass die neuen Zähne keine CMD-Problematik in Form von Kopf- und Rückenschmerzen, Tinnitus, Bewegungseinschränkungen etc. hervorruft.

In unserer Praxis arbeiten wir mit dem zebris-JMA-System, einem der führenden und wissenschaftlich anerkannten Verfahren in diesem Bereich. Zebris ist ein strahlungsfreies, ultraschallbasiertes System. Zunächst werden Abdrücke vom Ober- und Unterkiefer genommen, aus denen im Labor formgetreue Kiefermodelle gefertigt werden. Dann werden mit dem sog. Gesichtsbogen alle Bewegungsbahnen der Kiefergelenke vermessen. Der Gesichtsbogen wird an beiden Seiten der Ohröffnung sowie am Nasenrücken befestigt und greift die angenommene Gelenkachse ab. Mit einer Bissgabel, die mit einer weichen Masse gefüllt ist, werden die Konturen der Oberkieferzähne abgeformt. Anschließend wird mit dem Gesichtsbogen die individuelle räumliche Beziehung des Oberkiefers zum Schädel und zu den Gelenken ermittelt. Dier Aufzeichnung der Bewegungsabläufe erfolgt in mehreren Schritten, die interaktiv gesteuert werden. Die aufgezeichneten Bewegungsbahnen werden in 3-D-Technik am Bildschirm visualisiert und ausgewertet.

Mittels Übertragungsbogen werden die aufgezeichneten Messwerte in einen sog. Artikulator übertragen. Hier erfolgt eine genaue Simulation des Kauvorgangs. Der Kiefer wird also quasi nach außen verlagert. Diese Nachstellung der Mundsituation ermöglicht es dem Zahnarzt und dem Zahntechniker, unter den gleichen Verhältnissen wie im Mund zu arbeiten, jedoch sehr viel systematischer, da die Zähne von allen Seiten betrachtet werden können. Die Lage der Zähne und Kiefer kann im Modell beliebig oft analysiert werden, bis die individuell optimale Situation erreicht ist.

Die Funktionsanalyse mit zebris ist für den Patienten schmerzfrei und unbelastend. In einem kleinen Informationsfilm sehen Sie den genauen Ablauf.

Mit freundlicher Genehmigung der Fa. Schütz Dental